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Page 1 of 9 There are no translations available. Kapitel 4 – Er steht zu allen Seinen Worten, zu allen Zeiten an allen Orten
Das letzte Kapitel endete zeitlich gesehen mit der Bekehrung von Kathrin Seilz im Juni 2005. Noch drei Tage zuvor auf einer „Sauftour“ gewesen, kam sie schließlich zum Kreuz und bekannte ihre Sünden. Sie wusste unlängst, dass sie dem Werk Christi nichts hinzufügen konnte und wollte erst gar nicht (vergeblich) versuchen, sich ihre Errettung zu verdienen – vielmehr stützte sie sich auf das vollkommene Opfer ihres Erlösers. Aber Kathrin wusste ebenso, dass sie dabei nicht stehen bleiben konnte: Im vorangehenden Kapitel ist ihre Aussage zu lesen: „Ich wusste, was Buße ist und wollte nun anders leben“. Man hatte ihr in der Bibelgemeinde aufgezeigt, dass Gottes Wort Errettung allein durch Gnade lehrt, aber gleichzeitig darauf hinweist, dass Glaube ohne Werke tot ist und eine echte Umkehr vonnöten ist. Aber was ist eigentlich mit einer solchen völligen Umkehr gemeint? Als Sklave der Sünde lebt der Ungläubige für sich selbst und strebt nach Erfüllung seiner eigenen Begierden – ganz nach dem Willen seines Herrn, dem Teufel. Ein wiedergeborener Christ dagegen hat mit Jesus Christus, dessen Name er auch trägt, einen anderen Herrn. An vielen Stellen spricht die Bibel davon, dass ein an Christus Gläubiger dessen Sklave ist – analog zu dem Sünder, der ein Sklave der Sünde ist. In unserer Gesellschaft durch die Tyrannei des (sündigen) Menschen negativ behaftet, erscheint die Sklaverei vielen Menschen als prinzipiell schlecht und unerwünscht. Gottes Wort zeigt aber, dass es keinen Mittelweg gibt – ein Mensch ist entweder der Sünde versklavt, oder ein Sklave Christi. Während Ersteres auf direktem Wege und – ohne Möglichkeit diesem zu entfliehen – in die Verdammnis führt, so ist ein Sklave Christi in Wahrheit frei: Er ist befreit, Christus zu gehorchen und Ihn dadurch zu verherrlichen. Seine Zukunft unterscheidet sich deutlich von der des unter die Sünde Versklavten: Christus verheißt denen, die Ihm dienen, ewigen Lohn im Himmel. Nun können wir besser verstehen, wie sich die zwei Wege gegenüberstehen: Wie oben gesagt lebt der Sklave der Sünde zur Erfüllung seiner eigenen Begierden und gehorcht dabei dem Satan, seinem Herrn. Der Sklave Christi lebt zur Erfüllung des moralischen Willens Gottes und gehorcht dabei Christus, seinem Herrn. Da der Kontrast dieser beiden Lebenswege größer nicht sein könnte, wird die sich bei der Wiedergeburt so grundlegend ändernde Lebenseinstellung gerne mit einer 180°-Wendung illustriert: Eine Runderneuerung des Denkens, Redens und Handelns. Da die Bibel lehrt, dass jeder Mensch eine solche Umkehr dringend nötig hat, ist genau das der Grund, weshalb die Bibelgemeinde in Berlin den Menschen in ihrer Umgebung diese Botschaft verkündigen möchte – so wie viele andere Gemeinden auf der ganzen Welt es zum Anliegen haben.
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