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Page 1 of 4 Kapitel 1 – Gott hält die Fäden in der Hand und führt drei Männer in das LandIm gemütlichen Wohnzimmer von Familie Green fand am 24. März 2002 der erste Gottesdienst der Bibelgemeinde Berlin statt. Bibelgemeinde? Zum damaligen Zeitpunkt waren das die drei gläubigen Familien Andresen, Green und Borchmann, die sich im Namen Jesu Christi in Berlin versammelten. Wie aber war es dazu gekommen? Dazu müssen wir einen großen Sprung zurück ins alte Jahrtausend machen… … Doch wo sollte man angesichts der langen und ereignisreichen Geschichte Berlins mit der Erzählung beginnen? Vielleicht am 26. Januar 1244 mit der frühesten urkundlichen Erwähnung Berlins? Oder doch besser im 15. Jahrhundert, als die Familie Hohenzollern in Berlin für das nächste halbe Jahrtausend an die Herrschaft gelangte? Etwa im 17. Jahrhundert mit dem für Berlin sehr folgenreichen Dreißigjährigen Krieg, im 18. Jahrhundert mit dem Aufstieg des Preußischen Königreiches oder 1806, als Berlin in die Hände Napoleon Bonapartes fiel? Wann, wenn nicht 1871, als Berlin mit der Gründung des Deutschen Kaiserreiches zur Reichshauptstadt aufstieg und infolgedessen Heimat vieler Bürger und prunkvoller Bauten wurde. Oder vielleicht doch erst im 20. Jahrhundert, mit Weimarer Republik, Drittem Reich und dem geteilten Deutschland? Von Berlin gibt es wirklich viel zu erzählen… Doch für die Chronik der Bibelgemeinde Berlin soll es genügen, im Jahre 1989 zu beginnen.
Am 9. November 1989 „fiel“ die Mauer. Nicht nur Berlin, sondern ganz Deutschland wurde vereint. Die Menschen waren in Aufbruchstimmung und nun sollte alles besser werden. Tatsächlich gab es große Veränderungen. Nicht nur in Deutschland kehrte Frieden ein – auch dem Weltfrieden schien man einen großen Schritt näher gekommen. Doch wer die Bibel liest erkennt, dass der angestrebte Weltfriede eine Utopie bleiben wird, bis der wahrhaftige Friedefürst auf die Erde zurückkehrt und Sein Friedensreich aufrichtet. Im Gegensatz zum Preußenreich, dem deutschen Kaiserreich, dem Dritten Reich oder gar den heute bestehenden Reichen, Republiken, Staatenvereinigungen, usw. wird dieses Reich nicht durch Menschenhand noch sonstige Mächte gestürzt werden können, da der Regent kein Geringerer als der allmächtige Gott ist. Aber es gibt noch einen anderen zentralen Punkt, in dem es sich von allen bisherigen Reichen unterscheidet. Die meisten Deutschen haben die deutsche Staatsangehörigkeit, weil zur Zeit ihrer Geburt mindestens ein Elternteil Deutscher war. Andere Möglichkeiten deutscher Staatsbürger zu werden sind unter anderem Adoption, Geburt im Inland oder Einbürgerung. Bürger des Reiches Gottes wird man allerdings nicht durch Geburt, Adoption oder Einbürgerung von Menschen. Im Gegenteil: Keine noch so große Bemühung reicht aus, um das Bürgerrecht dieses Reiches zu erwerben. Dennoch spricht die Bibel vom „Bürgerrecht im Himmel“[1], von einer Möglichkeit, für alle Ewigkeit an Gottes Reich teilzuhaben – auf der Erde und im Himmel. Dies erfolgt wie gesagt nicht durch menschliche Abstammung oder menschliche Handlungen. Vielmehr handelt es sich um eine göttliche Geburt[2], eine göttliche Adoption[3], eine göttliche Einbürgerung[4]. Gott sagt über jene, die dieses Vorrecht haben, Bürger in Seinem Reich zu sein: „Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“[5] Damit wird zweierlei klar: 1.) Das Bürgerrecht jenes Reiches wird nicht durch menschlichen Willen oder menschliche Macht erworben, sondern von Gott verliehen. Und 2.) das Bürgerrecht jenes Reiches ist nicht durch Gesetze und Anforderungen limitiert, sondern kann von jedem erworben werden, der gemäß der Schrift an den sich darin offenbarenden Gott glaubt. Die logische Konsequenz dieser wunderbaren Botschaft ist, dass sie unbedingt allen Menschen verkündigt werden muss. Unabhängig voneinander erkannten das auch Christian Andresen, Dieter Borchmann und Cary Green. Dass sie dieses Ziel jedoch eines Tages gemeinsam verfolgen würden, konnten sie lange nicht ahnen… |