Dirk

Mein Name ist Dirk, ich bin 37 Jahre alt und möchte mich heute taufen lassen. Da ich das Vorrecht hatte in einem christlichen Elternhaus aufzuwachsen, wurde mir das Evangelium von Anfang an zuhause und in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Spandau nahe gebracht. Als Kind habe ich nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ein Kind Gottes bin. Auf meinem Schulranzen habe ich Aufkleber gehabt wie „Jesus liebt Kinder“, was des Öfteren Anlass dazu gab, dass ich von meinen Mitschülern getreten und angespuckt wurde. Somit beschloss ich, für mich persönlich, nicht mehr allzu viel von meinem Glauben zu zeigen. Deshalb fällt es mir auch bis zum heutigen Zeitpunkt immer wieder schwer vor anderen zu meinem Glauben zu stehen. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr mich unterstützen würdet, indem ihr Gott bittet, dass ich lerne anderen von IHM zu erzählen.

Als Kind bin ich zur Kinderstunde, zum Teenagerkreis und dann auch zur Jugendgruppe gegangen. Als ich ungefähr 13 Jahre alt war habe ich bei einer Evangelisationsveranstaltung des Janz Teams mein Leben dem Herrn übergeben.

Irgendwann bin ich nicht mehr zur Jugendstunde gegangen, weil ich von Christen enttäuscht wurde. Ich habe mehr auf Menschen als auf Christus geschaut, und war der Meinung in der Welt die wahren Freunde zu finden. Mehrere Jahre habe ich sozusagen ohne Gott gelebt. Im Nachhinein weiß ich, dass es viele gab, die für mich intensiv gebetet haben, insbesondere ein sehr guter Freund namens Tobias, der mir immer wieder nachging und der mich letztendlich auch wieder zurück zu Jesus gebracht hat.

Als ich 24 Jahre alt war bin ich in der Landeskirchlichen Gemeinschaft in Spandau ein „tätiges Mitglied“ im EC-Jugendbund geworden, weil ich nicht nur Hörer, sondern auch Täter sein wollte.

1995 habe ich meine Frau kennen gelernt, 1996 haben wir uns verlobt und 1999 geheiratet. Zwei Jahre später beschlossen wir im Hinblick auf die Lehre, die Unterweisung im eigenen Glauben und das persönliche Wachstum und in Bezug auf Ehe und Kindererziehung die Gemeinde zu wechseln und sind in die Christburg in Prenzlauer Berg gegangen. Nach ca. 6 Jahren haben wir nun im Dezember 2006 aus denselben Gründen in die BiGeBe gewechselt, wo mir durch Gespräche mit den Ältesten klarer wurde, dass ich mich taufen lassen sollte.

Jemand hat mich mal gefragt: weißt du, ob du errettet bist? Eine relativ lange Zeit hatte ich darauf keine Antwort bzw. ich war mir nicht sicher. Ich dachte: „Da ich ein Sünder bin, habe ich nie die Chance errettet zu werden.“ Inzwischen weiß ich, dass Jesus stellvertretend für mich ans Kreuz gegangen ist und meine Schuld auf sich geladen hat, damit der Weg zum himmlischen Vater für mich frei ist. Dies möchte ich heute mit meiner Taufe als Zeichen für die sichtbare und unsichtbare Welt bezeugen. Die Taufe ist für mich ein Symbol. Das Untertauchen soll heißen, dass ich mit Jesus gestorben bin und das Auftauchen soll heißen, dass ich durch ihn neues ewiges Leben habe.

In Römer 6, 4 steht:

„Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

Mir ist bewusst, dass ich vermutlich auch weiterhin immer wieder sündigen werde. Aber auch, dass ich mich dann nicht immer wieder nochmals taufen lassen muss. Doch ich will bereit sein, immer wieder umzukehren – sozusagen eine 180-Grad-Wende zu machen – und mich neu auf Jesus auszurichten. Ich möchte mich heute taufen lassen, weil ich weiß, dass Jesus Christus für meine Sünden ans Kreuz gegangen ist.

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